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Nordfriesland: Frauen-Film-Reihe 2026

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Zum 32. Mal laden die Husumer Kinobetriebe und das Gleichstellungsbüro des Kreises Nordfriesland zur Frauen-Film-Reihe ein. Vom 4. November bis 2. Dezember 2026 erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer im Husumer Kinocenter, Neustadt 114, fünf außergewöhnliche Filme. Im Vordergrund stehen unterschiedliche Lebensphasen der Protagonistinnen sowie gesellschaftliche Zwänge. Die Vorführungen beginnen jeweils um 16 Uhr sowie 20 Uhr. Der Eintritt kostet nachmittags 8,90 Euro und abends 10,90 Euro.

 

Die Reihe beginnt mit dem Film „Mein Leben, mein Ding“, der von einer Frau in einer Lebenskrise erzählt – eine gnadenlose Selbstbetrachtung voller Selbstironie und einer gewissen Melancholie. Der Dokumentarfilm „Mein Neues Altes Ich“ widmet sich der Menopause aus wissenschaftlicher Sicht und demonstriert, wie wichtig es ist, dass Frauen gesellschaftliche Aufmerksamkeit für ihre gesundheitlichen Belange einfordern.

 

Zur Halbzeit erwartet das Publikum das rheinische Drama „Sechswochenamt“, das mit voller emotionaler Härte und leiser Komik zeigt, dass der Tod eines geliebten Menschen nicht das Ende, sondern der Ausgangspunkt ist. In „Die jüngste Tochter“ erzählt die Regisseurin Hafsia Herzi in fünf Kapiteln von einer jungen lesbischen Muslimin auf dem Weg zum Erwachsensein. Die Filmreihe endet schließlich mit dem eindrucksvollen Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ und der großartigen Schauspielerin Sandra Hüller.

 

Nähere Informationen gibt es unter www.nordfriesland.de/Gleichstellungsbüro oder www.kino-center-husum.de; Karten können unter 04841 2569 oder auf der Internetseite des Kino-Centers vorbestellt werden.

 

Details zu den Filmen:

 

Mein Leben, mein Ding

4.11.2026
Frankreich, 2026, 99 Minuten

Regie: Sophie Fillières

FSK: ab 12 Jahren

 

Barberie, eine Frau Mitte 50, wird von allen nur Barbie genannt, was sie nicht besonders mag. Die zweifache Mutter aus Paris schaut illusionslos auf sich, auf ihr unerfreuliches Liebesleben, auf ihren alternden Körper. Ihre Versuche, das Chaos in ihrem Leben zu ordnen, etwa durch das Schreiben von Gedichten und Memoiren, verstärken die Unordnung nur noch und führen sie sogar für eine Zeit in die Psychiatrie.

 

Die bekannte Schauspielerin Agnès Jaoui macht diese Barbie mit ihrem hinreißenden Spiel zu einem Ereignis. Sie gestaltet eine uneitle, humorvolle und mit sich schonungslose Frau, die sich tapfer den Zumutungen des Lebens stellt und dabei ständig zu scheitern droht. Am Eröffnungsabend findet traditionell immer eine kleine Einführung in die Filmreihe statt.

 

Mein Neues Altes Ich

11.11.2026

Deutschland, Dänemark, Norwegen, 2026, 75 Minuten

Regie: Louise Unmack Kjeldsen

FSK: ab 12 Jahren

 

In „Mein Neues Altes Ich“ begibt sich die Filmemacherin auf eine emotionale Reise in das Mysterium Menopause. Louise und andere betroffene Frauen aus aller Welt erzählen offen über ihre Erlebnisse und starken Symptomen. Obwohl die Hälfte der Weltbevölkerung die Menopause erlebt und viele Frauen darunter so leiden, dass ihr Alltag stark beeinträchtigt ist, ist diese Lebensphase noch immer wenig erforscht.

 

Über Jahrhunderte trugen historische Vorurteile dazu bei, dass viele Betroffene im Stillen litten und Wissen bis heute begrenzt ist. „Mein Neues Altes Ich“ bricht mit Tabus, deckt Mythen und Fehlinformationen auf und rückt die Menopause in ein neues Licht.

 

Sechswochenamt

18.11.2026

Deutschland, 2025, 98 Minuten

Regie: Jacqueline Jansen

FSK: ab 6 Jahren

 

Das Filmdrama erzählt von einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter während der Covid-19-Pandemie in ihre Heimat zurückkehrt, um den letzten Wunsch der Verstorbenen zu erfüllen. Vor Ort sieht sie sich mit eingefahrenen Familienstrukturen und einer lähmenden Bürokratie konfrontiert, während sie kaum Zeit findet, sich von ihrer Mutter zu verabschieden.

 

Über den namensgebenden Zeitraum von sechs Wochen – dem „Sechswochenamt“, einer katholischen Tradition einer Totenmesse rund sechs Wochen nach dem Todesfall, – ringt Lore damit, den Verlust zu verarbeiten und den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen.

 

Die jüngste Tochter
25.11.2026

Frankreich/Deutschland, 2025, 108 Minuten

Regie: Hafsia Herzi

FSK: ab 12 Jahren

 

Die 17-jährige Fatima ist die jüngste von drei Töchtern einer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport ist Fußball, in der Schule hängt sie mit den prahlerischen Jungs ihrer Klasse ab und sie hat einen heimlichen festen Freund, der bereits ans Heiraten denkt. Fatima fällt es jedoch zunehmend schwerer zu verbergen, was niemand wissen darf: Ihr Herz schlägt für Frauen.

 

Als sie ein Philosophiestudium in Paris beginnt, eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt. Hin- und hergerissen zwischen Familientradition, Glauben und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima ihren eigenen Weg finden.

 

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

2.12.2026

Deutschland/Österreich, 2025, 97 Minuten

Regie: Regina Schilling

FSK: ab 6 Jahren

 

In einer poetischen Spurensuche nähert sich Regisseurin Regina Schilling dem Leben von Ingeborg Bachmann – dargestellt von Sandra Hüller – an einem imaginären Tag. Schon in den ersten Sätzen des Films wird die ausgewählte Lebenssituation der Schriftstellerin als eine beschrieben, die geprägt ist von Alkohol- und Tablettenabhängigkeit sowie Alleinsein.

 

Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom.

 

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