
(CIS-intern) – Küstenschutz-Staatssekretärin Katja Günther bei Abschluss-Deichschau in Nordfriesland: „Unsere Deiche und Küstenschutzanlagen sind entlang der gesamten Nordseeküste Schleswig-Holsteins in wehrhaftem Zustand“
KIEL/KREIS NORDFRIESLAND. Die Deiche und Küstenschutzanlagen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins sind wehrhaft – das ist die Bilanz der diesjährigen Deichschauen, die Küstenschutz-Staatssekretärin Katja Günther zum Start der Sturmflutsaison zog. Bei der heutigen letzten Deichschau im Bereich Arlau / Sönke-Nissen-Koog überzeugte sich Günther vor Ort vom sicheren Zustand der Landesschutzdeiche.
„Die Deiche in Nordfriesland sehen gut aus – das hat die heutige Deichschau durch den Sönke-Nissen-Koog gezeigt. Damit kann ich zum Abschluss der Deichschauen sagen: Unsere Deiche und Küstenschutzanlagen entlang der gesamten Nordseeküste Schleswig-Holsteins sind in wehrhaftem Zustand. Land, Leute und Sachwerte sind damit vor den Fluten der Nordsee geschützt – das ist eine gute Nachricht für alle Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner“, sagte Günther.
Das Land Schleswig-Holstein hat die Unterhaltungspflicht für insgesamt 433 Kilometer Landesschutzdeiche entlang der schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeküste sowie 54 Kilometer Regionaldeiche auf den Inseln und Halligen. Hinzu kommt eine Vielzahl von weiteren Küstenschutzanlagen, die regelmäßig geschaut werden müssen. „Diese Bauwerke werden durch ihre exponierte Lage extrem beansprucht und müssen jederzeit sicher sein – sowohl was ihre Standhaftigkeit anbelangt als auch ihre Betriebs- und Verkehrssicherheit. Das stellen wir Jahr für Jahr durch die Arbeit unserer Küstenschützerinnen und Küstenschützer sicher,“ sagte Günther.
Die Arbeiten der – technisch so genannten – Wasserbauerinnen und Wasserbauer sind dabei sehr vielfältig. Dazu gehört, eine intakte, den Anforderungen entsprechende Grasnarbe sicherzustellen, die Grasnarbe kurz zu halten, indem sie die nicht beweideten Flächen regelmäßig mähen und mulchen, außerdem tierische und pflanzliche Schädlinge zu bekämpfen und Treibsel zu räumen. Gleichzeitig müssen die Arbeiten im Vorland mit den naturschutzrechtlichen Anforderungen (wie etwa Brutzeiten von Vögeln) in Einklang gebracht werden.
„Ich bedanke mich bei unseren Wasserbauerinnen und Wasserbauern, die tagtäglich dafür sorgen, dass unsere Deiche in einem so guten Zustand sind. Und bleiben“, sagte Birgit Matelski, Direktorin des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (Schleswig-Holstein), für den mehr als 300 Wasserbauerinnen und Wasserbauer tätig sind.
Die jährlichen Deichschauen sind der Beleg für eine lange Tradition und große Erfahrung im Küstenschutz. Gemeinsam mit Fachleuten des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH), Vertreterinnen und Vertretern von Deich- und Sielverbänden, Kreisen, Gemeinden und Katastrophenschutzeinrichtungen werden die Küstenschutzanlagen in Augenschein genommen, um den Zustand zu bewerten und Schwachstellen im Deich rechtzeitig zu beheben.
Weitere Informationen: Küstenhochwasserschutz und Küstensicherung haben eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung für Schleswig-Holstein. In den 4.057 Quadratkilometer großen, potenziell überflutungsgefährdeten Küstenniederungen an der Nord- und Ostsee sowie an der Tiedeelbe wohnen rund 333.000 Menschen. Zudem sind in diesem Gebiet Sachwerte von etwa 60 Milliarden Euro vorhanden.
Verantwortlich für diesen Pressetext: Clara van Biezen, Carolin Wahnbaeck, Jonas Hippel| Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur
Foto: Mario De Mattia



