Ein Kalender für alle – der Nordfrieslandkalender geht online

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(CIS-intern) – Am 1. September 2021 ist es soweit: Nach intensiver Vorbereitung schaltet die gemeinnützige Stiftung Nordfriesland ihren Online-Veranstaltungskalender frei. „Wir haben ihm den Namen ‚Nordfrieslandkalender‘ gegeben, weil er das komplette Kreisgebiet abdecken soll. So bietet er einen deutlich besseren Überblick als bisher darüber, was sich hier erleben lässt“, erläutert Landrat Florian Lorenzen.

Foto: von tigerlily713 auf Pixabay

Der Kalender stellt Veranstaltern eine zusätzliche Möglichkeit zur Verfügung, auf ihr Programm aufmerksam zu machen. „Er ist ein zentraler Bestandteil des vom Kreistag beschlossenen Kulturentwicklungsplans des Kreises Nordfriesland“, betont die Direktorin der Stiftung Nordfriesland, Johanna Jürgensen. „Das Projekt entstand aus dem häufig formulierten Wunsch insbesondere von kulturinteressierten Personen, ganz Nordfriesland an einer Stelle im Internet dargestellt zu bekommen und nicht nur die Orte in der unmittelbaren Nähe“, berichtet sie.

Als Vorsitzender der Stiftung Nordfriesland freut sich Landrat Lorenzen auf das neue Internetportal: „Wir wollen die Menschen anregen, das reichhaltige Angebot der Region zu nutzen. Da es überall Hygienekonzepte gibt, viele geimpft sind und die AHA-Regeln weiter gelten, ist das auch in Zeiten von Corona vertretbar.“

Der Nordfrieslandkalender steht als Web-App auch in einer mobilen Ansicht zur Verfügung. „Die im Hintergrund laufende Datenbank enthält jetzt schon mehr als 1.000 Einträge, und das ist erst der Anfang. Deshalb haben wir bei der Entwicklung großen Wert auf anwenderfreundliche Suchfunktionen gelegt“, erklärt Mona Jacobsen. Sie arbeitet als Projektmanagerin im Fachdienst Kultur der Kreisverwaltung und hat das Projekt federführend begleitet.

Es gibt drei Suchen mit unterschiedlicher Ausrichtung: „In der einfachsten wählt man eine unserer acht Erlebniswelten aus: Kultur, Natur, Wissen, Kino, Events, Sport, Kreativ und Märkte. Danach tippt man eine oder mehrere von vier Regionen an, und schon erhält man die entsprechende Übersicht. Viele empfinden Anzeigen als störend. Deshalb bleibt der Kalender werbefrei“, sagt Mona Jacobsen.

Alle Einträge werden gleichberechtigt dargestellt. „Wir heben kein Ereignis besonders hervor. So geben wir allen Veranstaltungen eine gleich große Chance, entdeckt zu werden“, erläutert Johanna Jürgensen. Auch Kurse und öffentliche Versammlungen sollen aufgenommen werden.

Berücksichtigt wurde zudem die historisch gewachsene Mehrsprachigkeit in Nordfriesland: Wenn Veranstalter ihre Angebote in Plattdeutsch, einem friesischen Dialekt oder auf Dänisch formulieren, können Nutzer sie gezielt auswählen.

„Der Nordfrieslandkalender ist ein Mitmachkalender. Wir richten in der Stiftung Nordfriesland zwar eine Redaktion ein, die die Eintragungen überprüft und freigibt, aber die Veranstalter müssen ihre Angebote selbst eintragen“, erläutert Projektleiterin Mona Jacobsen. Eine Ausnahme gilt für die Inhalte der vorhandenen Veranstaltungskalender auf den Inseln Sylt, Föhr und Amrum sowie von großen Teilen Eiderstedts: Sie fließen über Schnittstellen direkt in die Datenbank ein.

Rund 16 Monate und 120.000 Euro wandte die Stiftung Nordfriesland auf, um das Projekt zu konzipieren, die großen Tourismusorte als Partner zu gewinnen und den Kalender anschließend mit einer IT-Firma zu entwickeln. Sie geht von jährlichen Hosting-Kosten von 15.000 Euro aus.

Kostenlose Schulungen für das Eintragen von Veranstaltungen in den Nordfrieslandkalender bietet die Volkshochschule Leck in Zusammenarbeit mit Dr. Herle Forbrich vom Kulturknotenpunkt an. Die ersten Schulungen finden am 23. September und am 18. November statt, jeweils von 18:30 Uhr bis 20 Uhr. Die Stiftung Nordfriesland bittet um einen regen Besuch der Schulungen, da hier nicht nur die Bedienung erklärt wird, sondern auch zusätzliche Informationen gegeben werden können.

Unterstützt wird der Nordfrieslandkalender von der Standortkampagne „Moin Lieblingsland“, der Guide2 GmbH in Tating, dem Kulturknotenpunkt Nordwest und den Tourismusorganisationen auf Sylt, Föhr, Amrum und in Sankt Peter-Ording.

Adresse (erreichbar ab dem 1. September): www.nordfrieslandkalender.de, Kontakt: redaktion@nordfrieslandkalender.de.

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