
(CIS-intern) – Panikmache soll es keinesfalls sein. Aber leider drohen Nordfriesland und dem ganzen Land nicht nur Naturkatastrophen, sondern sogar der NATO-Bündnisfall ist nach dem Einmarsch der Russen in der Ukraine wieder in Reichweite gekommen. Womit niemand nach Beendigung des kalten Kriges noch so richtig gerechnet hat. Und somit vielleicht auch schlecht vorbereitet.
Hier nun eine Übersicht, was der Kreis Nordfriesland im Ernstfall machen kann, aber auch Hinweise,wie die Bürger sich selber schützen bzw. vorbereiten können.
Nordfriesland hat in den letzten Jahren, insbesondere bedingt durch die veränderte Weltlage und die Zunahme von Extremwetterereignissen, seine Vorbereitungen im Bereich Heimatschutz und Katastrophenschutz massiv intensiviert.
Hier ist ein Überblick über den aktuellen Stand (Februar 2026):
1. Katastrophenschutz: „Nordfriesland, sei bereit“
Der Kreis setzt stark auf die Verzahnung von behördlicher Reaktion und Eigenverantwortung der Bürger.
Kampagne „Hest allens paraat?“: Seit Ende 2025 läuft eine großflächige Informationskampagne, die Haushalte zur Selbstversorgung für mindestens 10 Tage animiert.
Notfall-Infopunkte (NIP): In Städten wie Husum und flächendeckend im Kreis wurden Anlaufstellen fest definiert. Diese dienen bei einem totalen Strom- oder Kommunikationsausfall als „Leuchttürme“, um Notrufe abzusetzen oder Informationen zu erhalten.
Dezentrale Stäbe: Es gibt nicht nur einen zentralen Krisenstab in Husum, sondern dezentrale Unterstäbe für kritische Bereiche wie Sylt, Föhr/Amrum, Pellworm und das Festland (Niebüll, Garding etc.), um bei einer Unterbrechung der Verkehrswege autark handlungsfähig zu bleiben.
Regelmäßige Übungen: Erst im Februar 2026 wurde ein Extremszenario (Sturmflut gepaart mit Starkregen) geprobt, um die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, THW, DRK und Landespolizei zu optimieren.
2. Heimatschutz und Verteidigungsfall
Im Falle eines Krieges greift das Konzept der Territorialen Reserve der Bundeswehr, das seit 2025 neu strukturiert wurde:
Heimatschutzregiment Schleswig-Holstein: Dieses Regiment besteht primär aus Reservisten. Ihre Aufgabe in Nordfriesland wäre der Schutz kritischer Infrastruktur (z.B. Häfen, Energieanlagen, Seekabel-Anlandestationen) sowie die Unterstützung bei der Verlegung von NATO-Truppen.
Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ): Es gibt enge Verbindungsglieder zwischen der Kreisverwaltung und dem Landeskommando der Bundeswehr, um militärische Ressourcen (z.B. Hubschrauber, Pioniere) schnell für zivile Zwecke (Deichschutz) oder umgekehrt zivile Ressourcen für die Landesverteidigung zu koordinieren.
Hybride Bedrohungen: Ein Fokus liegt mittlerweile auf dem Schutz vor Cyberangriffen und Sabotage, die gerade in einer Küstenregion mit vielen Windparks und Seekabeln eine Rolle spielen.
3. Warnsysteme
Nordfriesland hat das Warnnetz modernisiert, um eine „Warn-Redundanz“ zu schaffen:
Sirenen-Comeback: Viele Sirenen wurden reaktiviert oder neu gebaut, um den „Weckeffekt“ sicherzustellen, falls Handynetze ausfallen.
Digitale Warnung: Cell Broadcast und die NINA-App sind fest im lokalen Warnkonzept integriert.
Hier sind die wichtigsten Informationen, um dich in Nordfriesland auf den Ernstfall vorzubereiten. Da die Standorte der Notfall-Infopunkte (NIP) oft sehr lokal auf Gemeindeebene (z. B. Feuerwehrhäuser oder Gemeindezentren) festgelegt werden, gibt es eine klare Faustformel und eine offizielle Liste.
4. Wo findest du deinen Notfall-Infopunkt (NIP)?
In Nordfriesland sind die NIPs so verteilt, dass sie im Falle eines flächendeckenden Strom- oder Telefonausfalls als Anlaufstelle dienen.
Standorte finden: Der Kreis Nordfriesland stellt eine interaktive Karte und eine PDF-Liste auf der offiziellen Website bereit (Suche nach: „Notfall-Infopunkte NF“).
Typische Orte: Meistens handelt es sich um:
Feuerwehrgerätehäuser (fast jedes Dorf hat eines).
Gemeinde- und Bürgerhäuser.
Polizeistationen (in größeren Städten wie Husum, Niebüll oder Westerland).
Erkennbarkeit: Diese Punkte sind oft mit einem einheitlichen Logo (ein blau-rotes Häuschen-Symbol mit dem Schriftzug „Notfall-Infopunkt“) gekennzeichnet.

2. Die „10-Tage-Checkliste“ des Kreises
Der Kreis orientiert sich an den Empfehlungen des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz), hat aber spezifische Hinweise für die Küstenregion.
Die wichtigsten Vorräte pro Person:
Wasser: 20 Liter (2 Liter pro Tag für Trinken und Hygiene).
Lebensmittel: Kalorienreiche, lang haltbare Dinge (Nudeln, Reis, Konserven, Knäckebrot). Wichtig: Denke an Lebensmittel, die auch ohne Kochen essbar sind.
Licht & Energie: Kurbeltaschenlampe oder Batterien, Kerzen, Streichhölzer und eine Powerbank für das Handy.
Information: Ein Kurbelradio oder ein batteriebetriebenes Radio (UKW-Empfang ist bei Internetausfall die wichtigste Quelle).
Hygiene & Medizin: Erste-Hilfe-Kasten, wichtige Medikamente (für 2 Wochen) und Campingtoilette/Müllbeutel.
3. Besonderheit: Inseln und Halligen
Wenn du auf einer Insel oder Hallig lebst, ist die Vorbereitung noch kritischer, da die Versorgung per Schiff oder Flugzeug bei Sturmflut oder militärischen Lagen unterbrochen werden kann.
Tipp: In Nordfriesland wird empfohlen, immer eine „Notfallmappe“ mit Kopien der wichtigsten Dokumente (Ausweis, Versicherung, Urkunden) griffbereit zu haben, falls eine Evakuierung (z.B. wegen einer schweren Sturmflut) nötig wird.
Und das sollte ein Single im Hause haben (Seid ihr mehrere Personen, jeweils die gleiche Menge pro Person dazu)
Die „Nordfriesland-Basis“ (Einkaufsliste)
Diese Vorräte sind für eine Person für 10 Tage berechnet. Multipliziere sie einfach mit der Anzahl der Personen in deinem Haushalt.
Hygiene & Medizin (Die „Notfall-Box“)
In NF kann es bei schweren Wetterlagen oder Krisen dauern, bis Nachschub über den Hindenburgdamm oder die Fähren kommt.
Medikamente: Deine persönlichen Medikamente für mindestens 3 Wochen (Puffer einbauen!).
Erste Hilfe: Ein aktueller Verbandskasten (DIN 13164).
Hygiene: 2 Packungen Toilettenpapier, Seife, Desinfektionsmittel, Zahnpasta.
Besonderheit: Da Wasser bei Stromausfall oft nicht mehr gepumpt wird: Müllbeutel (für die Campingtoilette oder als Notlösung im WC).
Technik & Licht (Autarkie)
Kurbelradio: Dein wichtigstes Tool. Im Ernstfall senden NDR 1 Welle Nord oder lokale Sender (Antenne Sylt/Westküste) wichtige Anweisungen.
Licht: LED-Taschenlampe + Ersatzbatterien. Keine offenen Kerzen bei Sturmgefahr (Brandgefahr!).
Kochen: Ein einfacher Campingkocher mit 2–3 Ersatzkartuschen, um Wasser oder Suppe zu erhitzen.
Das Verhalten bei Evakuierung (Deichbruch oder Militärfall)
Sollte die Sirene (ein auf- und abschwellender Heulton) ertönen:
Radio einschalten (Kurbelradio!).
Notfallgepäck packen: Nur das Nötigste (Dokumente, Medikamente, warme Kleidung).
Haus sichern: Strom, Wasser und Gas (falls vorhanden) abstellen.
Nachbarn helfen: Besonders ältere Menschen in der Nachbarschaft informieren.
Anweisungen folgen: Nicht eigenmächtig losfahren, wenn Straßen gesperrt sind (Gefahr durch Überflutung oder Militärkonvois).
Dokumente, die man dabei haben sollte:

Und bitte unbedingt beachten:
In einer echten Krisensituation in Nordfriesland ist die Antwort eindeutig: Ein Radio mit analogem UKW-Empfang (FM) ist wichtiger als ein reines DAB+ Radio.
Am besten ist ein Kombigerät, das beides kann, aber wenn du dich entscheiden musst, hat UKW die Nase vorn. Hier ist der Grund:
Warum UKW (FM) in der Krise überlegen ist:
Reichweite & Hindernisse: UKW-Signale sind robuster. Selbst wenn ein Sender weiter weg ist oder das Wetter (typisch nordfriesisches Schietwedder) extrem schlecht ist, hast du bei UKW oft noch ein verrauschtes, aber verständliches Signal. DAB+ hingegen kennt nur „ganz oder gar nicht“ – wenn das Signal zu schwach ist, herrscht Stille.
Stromverbrauch: Analoge UKW-Empfänger verbrauchen deutlich weniger Energie als digitale DAB+ Chips. Beim Kurbeln musst du für DAB+ viel länger arbeiten, um die gleiche Laufzeit zu erhalten.
Infrastruktur: Viele lokale Katastrophenschutz-Sender und kleine regionale Stationen setzen im Notfall auf UKW, da die Technik simpler und weniger anfällig für großflächige Netzwerkausfälle ist.
Das ideale Krisen-Radio für Nordfriesland:
Wenn du jetzt eines kaufst, achte auf diese „Überlebens-Kriterien“:
Drei-Wege-Power: Kurbel (Dynamo), Solar und zusätzlich die Möglichkeit, Standard-Batterien (AA oder AAA) einzulegen.
Frequenzbereiche: Es sollte UKW (FM) und idealerweise MW (AM) abdecken. (AM wird in Deutschland kaum noch genutzt, ist aber bei extremer Reichweite über weite Distanzen theoretisch noch ein Backup).
Zusatzfunktionen: Eine integrierte LED-Taschenlampe und eine Powerbank-Funktion (USB-Ausgang), um das Handy im Notfall für einen kurzen Anruf zumindest auf 1% zu laden.
Robustheit: Es sollte spritzwassergeschützt sein – besonders wichtig, wenn du in Küstennähe lebst.
Ein wichtiger Fakt für NF:
Der NDR (insbesondere NDR 1 Welle Nord) ist in Schleswig-Holstein der offizielle Informationskanal für den Katastrophenschutz. Die Senderstandorte (wie z.B. in Flensburg oder Heide) sind für den Notfall besonders abgesichert.
Tipp: Schreib dir die UKW-Frequenzen deiner Region (z.B. 96,1 MHz für Flensburg oder 90,5 MHz für Heide/Heide-West) mit einem wasserfesten Stift direkt auf das Radio oder klebe einen Zettel auf die Rückseite. Im Stress sucht niemand gerne Frequenzen.
Beitrag erstellt mit Hilfe von Fachseiten und der KI.



