
(CIS-intern) – Angesichts des maroden Zustands der Marschbahn zwischen Itzehoe (Kreis Steinburg) und Westerland auf Sylt hat Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen eindringlich an die Abgeordneten des Bundestags appelliert, dem Ausbau der Strecke allerhöchste Priorität einzuräumen, ihn finanziell abzusichern und damit massiv zu beschleunigen. „Wir haben im nördlichen Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland mittlerweile einen Tiefpunkt erreicht, der nicht nur erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hat, sondern auch den sozialen Frieden in der Region tangiert. Wir können nicht länger zulassen, dass Ärztinnen, Krankenpfleger oder Lehrer nicht mehr zuverlässig zur Arbeit kommen oder Schulkinder wegen ausfallender Züge stundenlang in eisiger Kälte ausharren müssen“, sagte Madsen heute (6. März) in Berlin vor über 20 Abgeordneten des Bundestags sowie Insel-Vertretern.
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Der Bundestag müsse die Finanzierung des schätzungsweise 426 Millionen Euro teuren zweigleisigen Ausbaus verbindlich beschließen.
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Der Ausbau müsse im Zielnetz 2035 des Bundesverkehrsministeriums zeitlich fixiert werden. Hintergrund ist unter anderem ein Gutachten zur Etappierung des Deutschlandtaktes, das den Ausbau der Strecke ursprünglich erst für die 2040er-Jahre vorgesehen und damit entlang der Westküste für erhebliche Empörung gesorgt hatte.
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Der Ausbau müsse im sogenannten Infraplan des Bundesverkehrsministeriums, dem Arbeitsprogramm für die DB AG, ausdrücklich priorisiert werden.
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Die Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten massiv beschleunigt werden.
Foto: Mario de Mattia




