
(CIS-intern) – Mit dem Hans-Momsen-Preis – der höchsten Auszeichnung, die der Kreis Nordfriesland zu vergeben hat – wird in diesem Jahr Peter Froese aus Bredstedt geehrt. Der Margarete-Böhme-Jugendkulturpreis wird in diesem Jahr aufgrund mangelnder geeigneter Vorschläge nicht verliehen. Dies beschloss das Kuratorium der Stiftung Nordfriesland in seiner jüngsten Sitzung.
Der Preisträger
Der 1939 geborene Ausnahmekünstler Peter Froese hat sich als Kupferstecher einen Namen gemacht. Er lebt seit 1981 in Nordfriesland und findet seine Motive vornehmlich in und nahe seinem Wohnort Bredstedt. Seine extrem filigranen Stadtlandschaften, Straßenszenen und ländlichen Szenen erzeugen durch ihren Reichtum an Details in Vorder-, Mittel- und Hintergrund eine beeindruckende Tiefenwirkung. Bei der Darstellung etwa von Wolken oder Gras rufen seine differenzierten Strukturen eine malerische Wirkung hervor. Die häufigsten Themen seiner Kunstwerke sind die Landschaft, die See und Bauernhäuser. Er hat aber auch in zahlreichen Werken Verknüpfungen zum Beispiel zum Schaffen von Theodor Storm hergestellt.
An einem einzigen Werk arbeitet er vier bis sechs Wochen lang, indem er mit einem Stichel feinste Späne aus einer gehärteten Kupferplatte heraushebt. Dabei bildet er das Motiv spiegelverkehrt ab, damit der fertige Druck es richtig herum widergibt. Wer Peter Froeses Kupferstiche mit der Lupe betrachtet, wird immer neue, überraschende Einzelheiten entdecken, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind.
Der Künstler erfreut sich seit Jahrzehnten einer weit über Nordfriesland und auch über die deutschen Grenzen hinausgehenden Wertschätzung. Seine Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, wie in der Bibliothèque Royale Albert I in Brüssel, im Lübecker St. Annen Museum oder im Nordfriesland Museum. Nissenhaus in Husum und waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen.
Froeses Heimatstadt Bredstedt, aber auch der Kreis Nordfriesland selbst haben regelmäßig einige seiner Kupferstiche erworben, um sie verdienten Bürgerinnen und Bürgern als Zeichen von Respekt und Anerkennung zu überreichen.
Kreispräsident Frank Zahel ließ es sich nicht nehmen, Peter Froese die Nachricht, dass er mit dem Hans-Momsen-Preis ausgezeichnet wird, am Mittwoch (15. Juli) persönlich zu überbringen. »Ich betrachte es als Freude und als Ehre, einen so renommierten Künstler, dessen Werke ich seit langem bewundere, nun auch persönlich kennengelernt zu haben. Wir haben ein sehr angenehmes und auch emotionales Gespräch geführt«, sagte Zahel im Anschluss.
Der Preis
Der seit 1986 verliehene Ehrenpreis des Kreises Nordfriesland ist nach Hans Momsen (1735-1811) aus Fahretoft benannt, der nebenberuflich als hoch angesehener Mathematiker, Astronom und Instrumentenbauer tätig war. Mit dem Hans-Momsen-Preis ehrt der Kreis Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um das kulturelle Leben in Nordfriesland erworben haben. Der Preis besteht aus einem Ehrenring, einer Ehrenurkunde sowie einem Geldgeschenk.
Die Preisverleihung
Die Kulturpreisverleihung des Kreises Nordfriesland findet am Freitag, den 30. Oktober 2026, 17.00 Uhr im Rittersaal des Schlosses vor Husum mit geladenen Gästen statt. Nach der Begrüßung durch Landrat Florian Lorenzen wird Peter Froese hier aus den Händen des Kreispräsidenten Frank Zahel eine Urkunde, einen kunsthandwerklich gestalteten Ehrenring sowie einen Geldbetrag erhalten.



