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Welt-Ranger-Tag 2026 im Nationalpark Wattenmeer

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(CIS-intern) – Ihr Büro ist oft weit draußen, umgeben von frischer Luft, seichten Brisen oder unerbittlichen Winden. Bei flirrender Hitze und beißender Kälte, strömenden Regen und staubiger Trockenheit sind sie die Gesichter des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: die aktuell 17 Nationalpark-Ranger*innen. Sie informieren und erklären, beobachten und zählen, kontrollieren und schützen. Weltweit arbeiten etwa 285.000 Ranger*innen in Großschutzgebieten. Am 31. Juli ist ihnen und und ihrer Arbeit mit dem „World Ranger Day“ ein internationaler Tag gewidmet.

 
Zum 20. Mal würdigt der Welt-Ranger-Tag die unverzichtbare Arbeit von Ranger*innen. Unter dem Motto „Ranger: Wächter eines sich wandelnden Planeten“ stehen sie im Mittelpunkt – Menschen, die sich tagtäglich für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und einzigartigen Landschaften einsetzen.
 
Nationalpark-Ranger*innen in St. Peter-Ording treffen
 
Wie schützt man den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer? Antworten darauf geben die Rangerinnen und Ranger am31. Juli. Dann stehen sie von 11 bis 14:30 Uhr auf dem Seebrücken-Vorplatz in St. Peter-Ording bereit und beantworten Fragen rund um ihre Arbeit. Denn sie kennen den Nationalpark und die Dünen, Sände, Salzwiesen und das Watt von St. Peter-Ording bis ins Detail und sind an Orten unterwegs, die für gewöhnlich niemand betreten darf. Im Lastenfahrrad des Förderverein Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer e.V. haben sie viele Informationen zum Schutzgebiet dabei und erzählen von persönlichen Erlebnissen im Nationalpark. Das Angebot ist kostenfrei und eine Teilnahme ohne Anmeldung möglich.
 
Jobangebot: Nationalpark Wattenmeer sucht Ranger*innen
 
Die Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sucht aktuell je eine*n Ranger*in für die Gebietesüdliches Dithmarschen und nördliches Eiderstedt. Die beiden neu geschaffenen Stellen sind unbefristet, in Vollzeit mit 38,7 Wochenstunden und haben den 30. Juli 2026 als Bewerbungsschluss. Die vollständigen Stellenausschreibungen sind auf der Nationalpark-Website zu finden unter www.nationalpark-wattenmeer.de/mitmachen/mitarbeiten/stellenangebote.
 
Bundesweiter und globaler Hintergrund:
 
Rund 850 Ranger*innen in Deutschland stehen für eine professionelle Betreuung der nationalen Schutzgebiete. Ihr Beruf ist anspruchsvoll, vielseitig und hochrelevant für die Zukunft: Sie dokumentieren Arten, schützen sensible Lebensräume und sorgen dafür, dass Verhaltensregeln in der Natur eingehalten werden. Gleichzeitig wirken sie als Vermittler zwischen Menschen und Natur, etwa im Gespräch mit Schutzgebietsgästen und Anwohnenden, bei Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche oder in der Zusammenarbeit mit Landnutzenden.
 
Durch ihre tägliche Arbeit stärken sie in der Gesellschaft das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und schaffen Naturerlebnisse, die Menschen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen begeistern. Ihre Einsatzorte sind vorrangig die Nationalen Naturlandschaften – ein Bündnis aus 141 Gebieten von den Küsten bis in die Alpen. Diese sind wichtige Rückzugsräume für bedrohte Arten und bieten Menschen zugleich naturschonende Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
 
Weltweit nehmen etwa 285.000 Ranger*innen eine Schlüsselrolle darin ein, globale Naturschutzziele zu erreichen. Rund 150 von ihnen verlieren jedes Jahr im Dienst ihr Leben – insbesondere durch Wilderer, Angriffe von Wildtieren und Naturkatastrophen. Der Welt-Ranger-Tag macht global auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam und fordert erhebliche Verbesserungen – wie faire Löhne, gute Aus- und Weiterbildung und angemessene Ausstattung.

Foto: Die Nationalpark-Rangerin Nadja El Balti (r.) und der Nationalpark-Ranger Marius Harlinghaus freuen sich am Welt-Ranger-Tag auf Interessierte, die sie auf dem Seebrücken-Vorplatz in St. Peter-Ording besuchen. © Christian Wiedemann/LKN.SH

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