Landeszuschüsse in Millionenhöhe für Kliniken in Husum und Niebüll

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(CIS-intern) – Die Planungen des Kreises Nordfriesland zur Erweiterung und Sanierung der Kreiskliniken in Husum und Niebüll haben eine weitere Hürde genommen: In einer Abstimmungsrunde auf Landesebene wurden Zuschüsse in Millionenhöhe in den Investitionsplan des Landesgesundheitsministeriums aufgenommen.

Foto: Mario De Mattia

»Das ist eine sehr gute Nachricht für alle Nordfriesinnen und Nordfriesen. Wir sind der Einlösung der Versprechen, die wir 2017 im Zuge des Bürgerentscheides über die Zukunft unserer Kliniken gegeben haben, wieder ein ganzes Stück näher gekommen«, freut sich Landrat Florian Lorenzen. Vorangegangen ist ein langjähriger Abstimmungs- und Planungsprozess, der durch zahlreiche Gespräche vor Ort, im Aufsichtsrat der Klinikum Nordfriesland gGmbH und mit dem Sozialministerium flankiert wurde.

Konkret geht es um den Neubau eines Bildungszentrums für Berufe im Gesundheitswesen in Husum und um die Umstrukturierung des OP-Bereiches in Niebüll, wo im vierten Obergeschoss der Klinik zwei völlig neue OP-Säle entstehen sollen. Als Alternative wird ein Anbau im Erdgeschoss geprüft. Die bisherige OP-Abteilung in der fünften Etage wird zur Geriatriestation umgebaut.

»In Husum gehen wir von einem Landeszuschuss in einer Größenordnung von ungefähr sechs Millionen Euro aus, in Niebüll von bis zu 7,5 Millionen Euro«, berichtet Stephan W. Unger, der Geschäftsführer der Klinikum Nordfriesland gGmbH. Unger betont, dass es sich bei diesen Summen um vorläufige Planungsgrößen handelt, die sich, je nach den Ergebnissen der nun beginnenden Feinplanung, noch nach oben oder unten verändern können.

Der Niebüller Bürgermeister Wilfried Bockholt begrüßt die gute Nachricht, über die sich alle Menschen besonders im Nordteil des Kreises freuen dürften. Sie zeige, dass sich Engagement und Eintreten für die Sache auf Dauer lohnen. Bockholt und Lorenzen sehen in der Entscheidung des Landes ein klares Bekenntnis zum Krankenhausstandort Niebüll als Haus der Regel- und der Basisnotfallversorgung.

»Sowohl in Husum als auch in Niebüll wollen wir schnellstmöglich mit den Bauarbeiten beginnen, um 2022 an beiden Orten Einweihung zu feiern. Das ist angesichts der guten Auslastung der Baubranche ein ehrgeiziges Ziel, aber je schneller wir fertig werden, desto besser ist es für uns alle«, betont Florian Lorenzen.

Der Neubau auf dem Husumer Klinikgelände soll die staatliche Schule für Gesundheits- und Krankenpflege mit ihren derzeit 90 Ausbildungsplätzen sowie die Therapieschule Nord, in der Physiotherapeuten ausgebildet werden, aufnehmen. Die 1940 gegründete Schule für Gesundheits- und Krankenpflege befindet sich zurzeit in angemieteten Räumen in der Husumer Innenstadt. Sie soll absehbar um eine weitere Ausbildungsklasse erweitert werden und wird ab Oktober 2020 zudem die Ausbildung zur Krankenpflegehilfe anbieten. Die praktische Ausbildung findet auf den Pflegestationen aller Standorte des Klinikums statt.

Auch die Physiotherapie-Schule ist nicht in der Nähe der Klinik Husum untergebracht: Sie befindet sich derzeit in der Dieselstraße im Gewerbegebiet Ost und wird nach Fertigstellung wieder auf das Klinikgelände zurückverlegt. Hier werden rund 90 Schülerinnen und Schüler für den Beruf des Physiotherapeuten ausgebildet. Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und die unmittelbare Nähe zu den praktischen Ausbildungsstellen erwartet das Klinikum deutliche Synergieeffekte.

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