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Landärzte weiterhin Mangelware

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Der Ärztemangel in den ländlichen Regionen gehört zu den dringendsten Problemen in Schleswig-Holstein und besonders in Nordfriesland. Die jungen Ärzte zieht es in Städte wie Hamburg oder Berlin und sogar ins Ausland. Die Jobs in den Großstädten bieten mit ihren großen Gesundheitszentren bessere Chancen für die Zukunft. Hinzu kommt oftmals eine bessere Bezahlung.

Foto: Mario De Mattia

Das kulturelle Angebot in den Städten spricht die vornehmlich jungen Ärzte mehr an, als das Leben auf dem Land. Mit Hausbesuchen, weit entfernt von der Praxis, gibt es auch für Landärzte kaum planbare Arbeitszeiten und das bei wesentlich schlechterer Bezahlung.

Es gibt jetzt sogar Modelle, bei denen eine gewisse Anzahl an Studienplätzen denjenigen vorbehalten sein soll, die sich verpflichten, nach dem Studium für einen langen Zeitraum in ländlichen Regionen zu arbeiten. In anderen Bundesländern wird gegen den Landärztemangel mit Stipendien geworben. Die Stipendiaten müssen im Gegenzug dann ebenfalls nach dem Studium raus auf Land.

In einigen Fällen werden auch Zuwanderer auf das Leben als Landarzt vorbereitet. Die Ärzte kommen aus den Kriegsgebieten in Syrien oder aus der Karibik in die Vorbereitungskurse für die Ärzteprüfung. Etwa 100 Kandidaten gibt es zurzeit in Schleswig -Holstein. Alle müssen die reguläre Prüfung vor der Ärztekammer ablegen. In der Prüfung wird auch beurteilt, wie der angehende Arzt mit den Patienten umgeht. Es gibt keine Ausnahme, selbst wenn es sich bereits um gestandene Chirurgen mit großen Erfahrungen in der Operation von Schussverletzungen handelt. Berührungsängste gibt es weder bei den Kandidaten, noch bei den Patienten. Viele Patienten, vor allem ältere und solche mit Kindern sind einfach nur heilfroh, wenn endlich ein Arzt in der Nähe ist. Die ausländischen Ärzte begreifen den Job als Landarzt im Gegensatz zu vielen deutschen Ärzten als Chance.

In den Gemeinden, die bisher schon das Glück haben, einen neuen Arzt zu „besitzen“, geht es auf jeden Fall schon hoch her in den Wartezimmern. Diese sind dauervoll, wie man sich vorstellen kann. Geredet wird auch viel, natürlich vor allem Krankheiten.  Die Wartezimmer entwickeln sich aber auch zum Marktplatz für die dörfliche Kommunikation. Vom Wetter, über die Nachbarn bis hin zu den Wettquoten für die Bundesliga kann man sich dort über alles informieren. Auch goldige Anlagetipps werden geboten. Wer professionell mitreden möchte, kann sich zuvor unter aktiendepot.de mit Profitipps zu den besten Börsenkandidaten und Online-Brokern versorgen.

Ein großes Problem beleibt allerdings die Ausstattung
Neben dem Mangel an Praxispersonal gibt es auch große Probleme bei der Ausstattung der Landarzt-Praxen. Oft wurde schon seit Ewigkeiten nichts mehr investiert. Die Summen, die aufgewendet werden müssen, um die Praxen wieder in Schuss zu bringen und mit allen erforderlichen Gerätschaften auszustatten sind gewaltig. Das ist teilweise auch nichts, was eine nordfriesische Gemeinde mal eben aus der Portokasse aufbringen kann. Hier sind weitere Fördergelder notwendig und die Politik in ganz Schleswig-Holstein gefragt.

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