Nimmt die Kriminalität in Nordfriesland zu?

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(CIS-Verbrauchertipps) – In diesem Jahr gab es eine Vielzahl erschreckender Vorfälle, von denen wir berichteten. Einbrüche, Schlägereien und auch Todesfälle. Zuletzt hat uns der Leichnam im Husumer Außenhafen aufgeschreckt. Der 41-jährige Husumer wurde leblos angespült und musste durch die Feuerwehr geborgen werden. Nach den damaligen Erkenntnissen lag keine Fremdeinwirkung vor.

Foto: von Republica auf Pixabay

Doch wir spüren es überall. So scheint es. Wir lesen es überall. Übergriffe und Einbrüche nehmen zu. Selbst in unserer Region scheinen die Zahlen anzusteigen. Dennoch lassen sich auch beruhigende Worte finden. Aus Sicht unserer Polizei gehört Nordfriesland weiterhin zu einer sicheren Region. Auch wenn hier und da prozentual vielleicht kleinere Anstiege zu verzeichnen sind. Schon im letzten Jahr gingen die Wohnungseinbrüche leicht zurück, dafür nahmen aber Ladendiebstähle und Gewaltdelikte leicht zu.

Der große Vorteil liegt in der ländlichen Struktur, die dadurch weniger mit Kriminalität belastet ist, als wir das in städtischer Umgebung vorfinden. Die Wahrscheinlichkeit im Norden Opfer einer Straftat zu werden, ist in den letzten 3 Jahren leicht zurückgegangen. Dennoch bleibt die Dunkelziffer. Nicht jedes Delikt wird gemeldet.

Überfälle und Ladendiebstahl
Auffallend ist aber, das die Ladendiebstähle immer weiter zu nehmen. Ein weiterer Punkt, der uns oft erschreckt, ist die große Gewaltbereitschaft der Täter. So erkennen wir zwar bei den Überfällen auch auf Privatpersonen einen leichten Rückgang, dafür werden die Täter jedoch immer brutaler.

Besonders im Fokus von Kriminellen scheinen die Spielotheken weiterhin zu sein. Sie bieten leichte Beute. Die meisten dieser Läden weisen nur ein geringes Sicherheitskonzept auf und sparen am Personal, was für Kriminelle den Überfall besonders attraktiv macht, obwohl die so ergaunerten Summen meistens sehr gering sind. Das Geschäft hat sich heute ja zum größten Teil ins Internet verlagert. Die besten Online Casinos machen heute den meisten Umsatz. Die Spielhallen hingegen stehen kurz vor der Schließung, dennoch scheinen sie gerade für kriminelle besonders interessant zu sein.

Unsinnige Gewalt und sexuelle Übergriffe
Aber auch die stumpfsinnige und unsinnige Gewalt nimmt zu, wenn auch nur leicht. Wir erinnern uns noch an den brutalen Überfall auf zwei Lämmern. Mitten in der Nacht im Kreis Nordfriesland wurden ihnen die Köpfe abgeschnitten.
Besonders besorgniserregend sind die Zunahmen bei den sexuellen Übergriffen, die als Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bezeichnet werden. Hier beobachten wir seit einigen Jahren eine kontinuierliche Zunahme, wobei auch die Dunkelziffer nicht zu unterschätzen ist.

Hohe Aufklärungsquote
Erfreulicherweise steigt seit Jahren die Aufklärungsquote. Sie befindet sich seit 3 Jahren im Bereich von 55 Prozent. Das hört sich zunächst nach wenig an, im Vergleich mit Großstädten wie Hamburg (45) oder Köln (48) stehen wir damit aber noch ganz gut da.
Neue sind allerdings die politisch motivierten Straftaten. Dazu zählen die sogenannten Hasspostings (die wohl erst in den nächsten Jahren erfasst werden), Propaganda und das Nutzen von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Bei Linken und Rechten ist ein enormer Anstieg zu beobachten. Das liegt vor allem daran, dass diese Themen bisher wenig thematisiert wurden. Linke und Rechte Gewalt dürfte daher in den Statistiken ein deutliches Plus ergeben. Auch bei uns in Nordfriesland (Hasspostings, etc.).

Fazit
Insgesamt kommen wir aber zu einem recht positiven Fazit. In den letzten Jahren gab es zwar in den unterschiedlichsten Bereichen immer wieder leichte Schwankungen. Generell leben wir aber in Nordfriesland recht sicher und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben.

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