Bürgerentscheid Kliniken Nordfriesland – Was bedeutet ein Nein?

Add to Flipboard Magazine.
NF-Magazine

Der stellvertretende Landrat Jörg Friedrich von Sobbe diskutiert häufig mit Bürgern über den am 7. Mai stattfindenden Bürgerentscheid. "Die meisten haben verstanden, dass es darum geht, Fördermittel von 30 Millionen Euro nach Nordfriesland zu holen, um die Kliniken in Husum und Niebüll zu modernisieren und auszubauen. Wer das will, soll Ja ankreuzen", sagt er.

Foto: pixabay.com / Sabrina Schleifer



Aber viele wissen nicht, was es bedeutet, mit Nein zu stimmen. "Die Antwort ist ganz einfach: Dann wird das Land die 30 Millionen Euro für Krankenhäuser außerhalb Nordfrieslands ausgeben. Das ist alles. Manche vermuten, ein Nein müsse positive Folgen irgendeiner Art haben, die nur nicht bekannt gemacht werden – zum Beispiel für die Geburtshilfe auf den Inseln. Doch da besteht überhaupt kein Zusammenhang: Ein Nein hätte für Nordfriesland ausschließlich negative Folgen."

Er weist darauf hin, dass die Kliniken in Husum und Niebüll nicht nur für die Festlands-Nordfriesen da sind, sondern auch viele Patienten von den Inseln aufnehmen: "Die Insulaner müssten also ebenfalls ein hohes Interesse daran haben, dass Niebüll und Husum modernisiert und ausgebaut werden."

Von Sobbe hofft, dass ein Schreiben des Kreispräsidenten, das in Kürze allen Wahlberechtigten zugeht, etwas zusätzliche Aufklärung schafft. "Wer alle Argumente ganz in Ruhe durchlesen will, findet sie im Internet unter www.nordfriesland.de/buergerentscheid sowie in Papierform in allen Kommunalverwaltungen im Kreisgebiet und in den Standorten des Klinikums NF. Wer sich etwas intensiver mit dem Thema befasst, erkennt sofort, dass ein Ja beim Bürgerentscheid die einzig vernünftige Entscheidung ist!"

PM: Kreis Nordfriesland

Nächster Beitrag

Unterhaltsvorschuss: Neue Regeln ab 1. Juli in Nordfriesland

0.0 00 Der Fachdienst Unterhalt des Kreises Nordfriesland weist auf Gesetzesänderungen hin, die zum 1. Juli 2017 in Kraft treten: Ein Unterhaltsvorschuss kann zukünftig auch länger als für höchstens 72 Monate bewilligt werden, und der Anspruch endet nicht mehr automatisch mit dem 12. Lebensjahr, sondern kann unter Umständen bis zum […]