Kreis Nordfriesland: Geflügelpest in Nutztierbestand festgestellt. 1000 Tiere betroffen

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(CIS-intern) –  Trotz des landesweiten Aufstallungsgebotes wurde in einem Betrieb in der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll im nördlichen Nordfriesland das Geflügelpest-Virus festgestellt. Am 16. November abends übermittelte das Friedrich-Loeffler-Institut dem Kreis das positive Testergebnis. Es handelt sich um das Virus H5N8. Von den über 1.000 Enten, Gänsen und Masthähnchen in der betroffenen Haltung waren 15 innerhalb kurzer Zeit gestorben. Noch am Vormittag des 17. Novembers wurden alle Tiere der Geflügelhaltung gemäß den Vorschriften der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung getötet und fachgerecht entsorgt.

Foto: von Birgit Röhrs auf Pixabay

Um ein Überspringen der Geflügelpest auf weitere Nutztierbestände zu verhindern, hat das Veterinäramt des Kreises einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet.

Der Sperrbezirk umfasst die Gemeinden Rodenäs, Neukirchen, Klanxbüll, Humptrup, Braderup, Tinningstedt, Klixbüll, Risum-Lindholm, Niebüll, Bosbüll, Uphusum, Klanxbüll und Emmelsbüll-Horsbüll.

Das Beobachtungsgebiet umfasst die Gemeinden Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog, Aventoft, Ellhöft, Süderlügum, Westre, Ladelund, Achtrup, Karlum, Lexgaard, Holm, Galmsbüll, Leck, Sprakebüll, Stadum, Enge-Sande, Bargum, Stedesand, Langenhorn und Dagebüll.

Eine entsprechende Allgemeinverfügung samt Landkarte wurde unter www.nordfriesland.de/amtsblatt veröffentlicht (Amtsblatt Nr. 53).

An den Hauptzufahrtswegen werden Schilder mit der Aufschrift »Geflügelpest-Beobachtungsgebiet« beziehungsweise »Geflügelpest-Sperrbezirk« angebracht.

In diesen Gebieten gelten umfangreiche Beschränkungen für Geflügelhaltungen. Aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung ist die Jagd auf Federwild untersagt. Im Sperrbezirk dürfen auch gehaltene Säugetiere den jeweiligen Betrieb nicht verlassen.

Zudem sind strenge Biosicherheitsmaßnamen in Bezug auf die Hygiene im Stall und außerhalb zu beachten. »Die Geflügelpest kann sich außerordentlich schnell ausbreiten. Wenn wir das verhindern wollen, müssen Reinigung und Desinfektion jetzt ganz obenan stehen – vom Gummistiefel bis zum Traktor«, betont Kreisveterinär Dr. Dieter Schulze.

Das Husumer Veterinäramt hat unter 04841 67-827 ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags bis 13 Uhr erreichbar.

Der Kreis Nordfriesland ist seit Beginn des Geflügelpestgeschehens Ende Oktober der am stärksten betroffene Kreis in Schleswig-Holstein. Von den knapp 6.000 verendeten Wildvögeln, die der schleswig-holsteinische Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz entlang der Westküste gezählt hat, wurden über 5.000 im Kreis Nordfriesland aufgefunden.  

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