Warum die Pkw-Inspektion so wichtig ist

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(CIS-Verbrauchertipps) –  In Deutschland sind rund 47 Millionen Pkw zugelassen. Statistisch gesehen ist damit jeder deutsche Haushalt im Besitz eines Autos. Angesichts dieser Werte wundert es nicht, dass die Polizei pro Jahr etwa 2,6 Millionen Unfälle aufnimmt. Beim größten Teil davon, nämlich bei rund 2,3 Millionen, kommt es lediglich zu Sachschäden, bei den übrigen 300.000 Unfällen entstehen hingegen Personenschäden. Die Ursachen für Unfälle sind vielfältig, so setzen sich zuweilen betrunkene Personen ans Steuer, oder es wird beim Fahren telefoniert. Nicht selten kommt es aber auch zu Unfällen, weil ein Auto nicht ordnungsgemäß funktioniert. Daher ist es sehr wichtig, dass man sein Fahrzeug regelmäßig in der Werkstatt kontrollieren lässt. Eine solche Inspektion dauert nicht lange und verursacht überschaubare Kosten, kann dafür aber Menschenleben retten.

Foto: von Stan Petersen auf Pixabay

Wann eine Inspektion nötig ist, kann an zwei Faktoren gebunden sein: die Zeit und die Laufleistung. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Autoherstellern Unterschiede, nach wie vielen Jahren oder Kilometern man die Werkstatt aufsuchen sollte. Üblicherweise sollte man jeweils nach einem bis zwei Jahren zur Inspektion gehen, ebenso nach 15.000 bis 30.000 Kilometern. Bei ihrer Tätigkeit überprüfen die Kfz-Mechaniker unter anderem, ob Verschleißteile wie die Bremsscheibe, die Stoßdämpfer und die Zündkerzen noch immer zuverlässig ihren Dienst tun. Sollten sie deutliche Gebrauchsspuren vorweisen, müssen sie ausgetauscht werden, bei manchen Teilen ist es auch vorgeschrieben, dass sie nach einer bestimmten Zeit gewechselt werden müssen.

Zu den Tätigkeiten, die die Automechaniker im Rahmen einer Inspektion durchführen, gehört auch die Überprüfung des Reifendrucks. Dafür verwenden sie Drucksensoren, die sehr präzise messen, ob die Luft in den Reifen ausreichend ist oder nachgefüllt werden muss. Teil der Inspektion ist oft auch ein Ölwechsel. Dabei wird das alte Schmieröl aus dem Motor abgelassen und durch neues Öl ersetzt. Damit wird gewährleistet, dass verschiedene Verbindungsstücke im Motor weiterhin reibungslos laufen.

Welche Schritte genau im Rahmen einer Inspektion durchgeführt werden müssen, wird von den jeweiligen Autoherstellern vorgegeben. Befindet sich etwa ein Volkswagen in der Werkstatt, so müssen die Mechaniker an 34 Stellen im Fahrzeug Überprüfungen machen. Auf diese Weise vergessen sie keine Handgriffe. Sollten sie feststellen, dass ein Bauteil ausgetauscht werden muss, dann dürfen sie dies jedoch selten ohne Zustimmung des Autobesitzers tun. Lediglich bei Teilen, die relevant für die Sicherheit des Fahrzeugs sind, können die Kfz-Mechaniker eigenmächtig tätig werden. Andernfalls müssen sie ihren Kunden darüber informieren, welche Maßnahmen nötig werden. Der Autobesitzer kann dann seinerseits zustimmen, dass die Reparaturen durchgeführt werden sollen, oder dies ablehnen.

Regelmäßige Inspektionen sind nicht nur wichtig, damit das Auto zuverlässig fährt. Sie sind häufig auch eine Bedingung dafür, dass der Hersteller für eventuelle Schäden aufkommt. Sollte sich nämlich herausstellen, dass vorgeschriebene Inspektionen spät oder gar nicht durchgeführt wurden, dann kann sich der Autobauer weigern, bei Problemen die Rechnung für die Behebung zu tragen. Als Nachweis darüber, dass in den vorgeschriebenen Intervallen Überprüfungen durchgeführt wurden, dient das Scheckheft. In dieses tragen die Automechaniker ein, wenn sie eine Inspektion beendet haben und wann die nächste fällig ist. Bestätigt wird dies mit einem Stempel der Werkstatt und der Unterschrift des durchführenden Mechanikers.

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